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Horn von Afrika: Landraub in der Hungerkrise

 ”Obwohl Millionen Menschen chronisch hungern, wird fruchtbares Land in Äthiopien und Kenia an ausländische InvestorInnen vergeben. Die beiden neu veröffentlichten Dossiers „Landnahme in Kenia“ und „Landnahme in Äthiopien“ stellen Land Grabbing in diesen nahrungsunsicheren Ländern auf den Prüfstand des Menschenrechts auf Nahrung.

Definition: von http://de.wikipedia.org/wiki/Land_Grabbing Land

“Grabbing ist ein aus dem Englischen stammender Begriff für die Aneignung von Land für zweifelhafte Zwecke oder mit zweifelhaften (illegalen) Mitteln. Land Grabbing kann durch Inländer oder Ausländer, durch Kleinbauern oder Großkonzerne, durch Staatsbedienstete oder Privatpersonen erfolgen”.

“Als “Land Grabbing” wurden in den vergangenen Jahren auch im deutschen Sprachraum geschäftliche Transaktionen kritisiert, bei denen Regierungen oder Unternehmen auf fremden Staatsgebieten – v.a. in Entwicklungs- oder Schwellenländern – große Ländereien erwarben.”

Der Beitrag stammt von: http://farmlandgrab.org/post/view/19313

Der Befund ist düster: „Land Grabbing verletzt den Kern des Rechts auf Nahrung, indem es landlosen oder landknappen Gemeinschaften Acker- oder Weideflächen vorenthält oder gar entzieht“, so Brigitte Reisenberger von FIAN Österreich, Autorin der beiden Studien.

Die meisten ländlichen Haushalte Äthiopiens verfügen über ein tägliches Einkommen von weniger als 0,50 US-Dollar. Zirka ein Drittel der bäuerlichen Haushalte bearbeitet weniger als einen halben Hektar Land. Diese Größe reicht nicht aus, um genügend Nahrung für einen durchschnittlichen Haushalt zu produzieren. Anstatt diesen Bevölkerungsgruppen Zugang zu mehr Land zu ermöglichen hat die äthiopische Regierung im Vorfeld der Hungerkrise finanzträchtigen InvestorInnen aus Indien oder Saudi Arabien allein in der Gambella-Region 1,1 Millionen Hektar fruchtbarstes Land angeboten.

Riesige Flächen wurden der lokalen Bevölkerung bereits entrissen und zur exportorientierten Produktion von Reis, sowie Palmöl und Zuckerrohr zur Agrartreibstoffproduktion vergeben. „Meist erfuhren die betroffenen DorfbewohnerInnen erst von der Landnahme als die Bulldozer der Investoren anrückten“, so Reisenberger weiter. „Die lokale Bevölkerung kann in vielen Fällen ihren Ärger nicht offen ausdrücken – aus Angst vor Repressionen durch die regionalen Behörden“, so Reisenberger.

Das gepachtete Land ist nur so wertvoll wie die damit verknüpften Wasserrechte, von besonderem Interesse für InvestorInnen sind daher Quellgebiete von Flüssen. „Land Grabbing ist zugleich Water Grabbing, denn ohne Wasserzugang sind Investitionen in Land uninteressant, da agro-industrielle Intensivbetriebe besonders stark von Bewässerung abhängig sind“, so Reisenberger weiter. Werden wie so oft Pachtverträge über bis zu 99 Jahre eingegangen, so betreffen diese auch die Verfügbarkeit von Land und Wasser vieler künftiger Generationen von Menschen. „Dabei ist der Zugang zu Land und Wasser Dreh- und Angelpunkt der Frage nach dem Ausweg aus Armut und Hunger und Grundlage zur Durchsetzung des Rechts auf Nahrung“, so Reisenberger abschließend.”

Der Beitrag stammt von: http://farmlandgrab.org/post/view/19313

Das folgende Video zeigt die Problem die als Folge auftreten.

Video ca. 30 Min.

Woran Kinder leiden: Das Versprechen des Textildiscounters KiK

Komplett Einkleiden für unter 30 Euro, von der Socke bis zur Mütze. Mit dieser Werbung hat es KiK bis ganz nach oben geschafft.
Jeans für 9,99 Euro, Bermudas für 3,99 Euro, T-Shirts für 1,99 Euro! Wie machen die das? Da sind zu erst die eigenen MitarbeiterInnen die ausgebeutet, kontrolliert und schikaniert werden.
An zweiter Stelle ist dann die Frage wie kann man zu diesen Preisen produzieren?

Bei der Suche nach einer Antwort geht es diesmal nicht nach Afrika sondern nach Asien, genauer Bangladesh.  Umgerechnet 25-35 € erhält eine NäherIn in Bangladesh für ihre Arbeit im Monat Monat, täglich 9 Stunde an 6 Tage in der Woche. Kann man bei KiK noch einkaufen, wenn man weiß, was das bedeutet?
Eine Reportage von Christoph Lütgert

Video ca. 29 Min.

Kinderarbeit: Blutige Handys – Die unmenschliche Coltan-Gewinnung

Für die Produktion von Handys braucht man spezielle Mineralien, wie Coltan. Coltan wird im Ostkongo oft von Kindern aus ungesicherten Minen geholt. Das Geld aus dem Verkauf finanziert einen Krieg, der schon 15 Jahre dauert und bis heute fünf Millionen Menschen getötet hat. Von all dem wollen Mobilfunkunternehmen und Handyproduzenten nichts wissen. Der Autor Frank Piasecki Poulsen hat sich für die story auf eine lebensgefährliche Suche in die Coltan-Minen im Kongo gemacht. Er ist in eine Mine hinabgestiegen, in der Kinder oft Tage in den dunklen Tunneln graben und leben. Der Lohn: ein paar Cent. Die Gewinne aus dem Geschäft mit Coltan stecken andere ein. Poulsen konfrontiert Mobilfunkunternehmen mit seinen Aufnahmen und Erfahrungen. Er fragt, wer von den katastrophalen Bedingungen weiß, wer damit einen Krieg finanziert und warum dagegen nichts getan wird.